| Oppumer
feiern Megaparty bei Jubiläums-Oldienacht
Bilder Presse
Als Veranstalter
kann man einiges planen und organisieren. Worauf man jedoch nur begrenzt
Einfluss hat, ist die Stimmung am Abend selber. Was jedoch am letzten
Samstag auf dem Oppumer Festplatz abgegangen ist, war phänomenal!
Die Atmosphäre war von Beginn an ausgelassen und fröhlich
und steigerte sich zum Ende hin immer weiter. So sah man letztendlich
nur freudetrunkene Menschen nach Hause gehen.
Die Mischung war's wohl mal wieder, die das Besondere des Abends ausgemacht
hat. Ausgemachter Liebling der Oppumer sind inzwischen die Smelling
Faces. Diese 5 jungen Männer haben sich kontinuierlich in den letzten
Jahren weiter entwickelt und mit dem Zugang von Boris Odenthal vor einem
Jahr sicherlich einen absoluten Glücksgriff gemacht. So war es
nicht verwunderlich, dass sie sofort die Besucher in ihren Bann zogen
und das Zelt ordentlich aufheizten. Apropos Zelt: Das war diesmal breiter
und höher als je zuvor, was sich optisch als klare Verbesserung
erwies. Dementsprechend hatten die Musiker mehr Platz auf der Bühne,
der von den Smelling Faces auch komplett ausgenutzt wurde. Gut eineinhalb
Stunden dauerte ihr erster Auftritt.
Gegen 21.45 Uhr betraten dann die Lords die Bühne und legten sofort
mit einem ihren größten Hits "Shakin all over"
los. Anschließend gab es einen bunten Mix aus alten Gassenhauern
und neueren Stücken. Nach 2 Zugaben meinten sie ihre Arbeit erledigt
zu haben. Doch diese Rechnung hatten sie ohne den Wirt, in diesem Fall
in Person vom DJK-Vorsitzenden Hans-Joachim Hofer, gemacht, der in seiner
unnachahmliche Art das Publikum dazu brachte, die Lords ein weiteres
Mal nach vorne zu schreien. So mussten erst die Mikrofone wieder eingeschaltet
werden, bevor erneut "Poor boy" mehrhundertstimmig unterstützt
erklang.
Der Großteil der Besucher ahnte wohl, dass die Party jetzt erst
richtig los gehen sollte. Denn kaum jemand war gegangen, als die Smelling
Faces zu ihrem zweiten Set ansetzten. Und nun gaben sie wirklich alles!
Da wurde gerockt, geflachst und improvisiert. So blieb es nicht aus,
dass sich Gitarrist Volker Renneberg seines T-Shirts entledigte und
sein Instrument hinter den Kopf haltend spielte. Bei Keyboarder Christian
Brenk ist man vor Spontaneinlagen sowieso nie sicher und Sänger
Boris Odenthal verstand es ein ums andere Mal, die Fans mit einzubeziehen.
Das definitive Highlight folgte dann gegen Ende des Abends. Dem Schlagzeuger
der Lords gefiel die Stimmung nämlich so gut, dass er sich nach
seinem Auftritt spontan entschloss, noch zu bleiben und ein Stück
mit den Faces zusammen zu spielen. Dass Charly Terstappen, der früher
bei Westernhagen in der Band spielte, ein absoluter Könner seines
Faches ist, merkte man schon zuvor bei seinem gut zweiminütigem
Solo. Nun ließ er es zusammen mit Helge Hecht richtig krachen.
Ohne jegliche vorherige Absprache bearbeiteten die beiden ihre Drums
mal zusammen, mal abwechselnd, als hätten sie nie zuvor etwas anderes
gemacht. Der Rest der Band intonierte dazu "Und wenn das Trömmelche
geht" ...
Insgesamt war es also mal wieder ein ganz besonderer Abend in Oppum,
wie es ihn wohl nur bei der Oldienacht gibt. Ein großer Dank gebührt
allen Helfern im Hintergrund. Die Rettungssanitäter der City-Ambulanz
standen die ganze Zeit ebenso parat wie das Team der Freiwilligen Feuerwehr
Oppum von Uli Dietzen. Wie man hörte, gab es auch viel Lob für
das Zeltpersonal, dass erstmals an den Plätzen bediente. Bleibt
nun die Vorfreude auf die 11. Oppumer Oldienacht am 4. November. Dazu
in Kürze mehr.
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